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	<title>Berufe &amp; Tätigkeiten &#8211; Böhmische Höhne</title>
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	<description>Die Ahnengeschichte der Höhne-Familien in Böhmen: Eine facettenreiche Sammlung von Forschungsergebnissen, Anekdoten und historischen Dokumenten.</description>
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		<title>Ignatz Höhne und die Kohleförderung in Türmitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2025 21:28:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bergarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Ignatz Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Türmitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Im böhmischen Ort Türmitz (tschechisch Trmice), der an der westlichen Stadtgrenze von Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) an einer Flussschleife der Biela (tschechisch Bílina) liegt, spielten Mitglieder einer Höhne-Familie im Kontext der Kohlenförderung eine Rolle. Ignatz Höhne, ein Grundbesitzer, war einer der Pioniere bei der Erschließung der Braunkohlevorkommen in der Region. Gemeinsam mit dem Seifensieder <a class="read-more" href="https://fhoe.de/personen/josef-hoehne/ignatz-hoehne-und-die-kohlefoerderung-in-tuermitz/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im böhmischen Ort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trmice" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Türmitz</a> (tschechisch <em>Trmice</em>), der an der westlichen Stadtgrenze von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aussig</a> (tschechisch <em>Ústí nad Labem</em>) an einer Flussschleife der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%ADlina_(Fluss)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biela</a> (tschechisch <em>Bílina</em>) liegt, spielten Mitglieder einer Höhne-Familie im Kontext der Kohlenförderung eine Rolle. </p>



<p>Ignatz Höhne, ein Grundbesitzer, war einer der Pioniere bei der Erschließung der Braunkohlevorkommen in der Region. Gemeinsam mit dem Seifensieder Franz Anton Meixner begann er 1798, ein Braunkohlenlager auf der Flur Rabenei auszubeuten. Die Beteiligung Höhnes markierte den Beginn einer intensiveren und gezielten Nutzung der Kohleressourcen in der Gegend, die zuvor eher beiläufig erfolgte.</p>



<p>Ignatz Höhne verstarb 1815 im Alter von 73 Jahren. Sein Leben wurde von einer schweren Tragödie überschattet, da er kurz zuvor den Tod seines Sohnes Josef Höhne verkraften musste. Josef Höhne, der das väterliche Anwesen und die Kohlegrube übernehmen sollte, kam am 4. März 1814 im Alter von nur 33 Jahren bei einem Bergwerksunglück ums Leben. Die Todesursache war eine Vergiftung durch Kohlendunst im Schacht, was auf die damals mangelnden Sicherheitsstandards im Bergbau hinweist. Dieser Vorfall verdeutlicht exemplarisch die Gefahren, mit denen die ersten Kohlenarbeiter, die zumeist Handwerker oder Landwirte ohne bergmännische Vorkenntnisse waren, bei der Förderung konfrontiert waren.</p>



<p>Eine Vergiftung durch Kohlendunst im Kohlebergbau (auch &#8222;Wetterschlag&#8220; genannt) entsteht, wenn sich giftige Gase wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO₂) oder Methan (CH₄) in der Grube ansammeln. Besonders gefährlich ist Kohlenmonoxid, da es farb- und geruchlos ist und den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Dies führt zunächst zu Kopfschmerzen und Schwindel, später zu Bewusstlosigkeit und Atemlähmung, was ohne Rettung tödlich endet. Kohlendioxid ist ebenfalls riskant, da es schwerer als Luft ist und den Sauerstoff in der Atemluft verdrängt, was eine Erstickung ohne Vorwarnung zur Folge haben kann. Methan wiederum ist zwar nicht direkt giftig, kann aber in hohen Konzentrationen explosionsgefährlich sein. Eine Vergiftung verläuft meist schleichend: Zunächst treten Müdigkeit und Kopfschmerzen auf, dann Atemnot und Bewusstlosigkeit. Ohne rechtzeitige Rettung führt die Erstickung oder Vergiftung zum Tod. Um dies zu verhindern, werden im modernen Bergbau Lüftungssysteme eingesetzt, die für frische Luft sorgen, sowie CO-Warngeräte und Atemschutzgeräte, die den Bergleuten im Notfall Schutz bieten.</p>



<p>Die Kohleförderung in Türmitz nahm bereits Ende des 18. Jahrhunderts ihren Anfang und gewann insbesondere im 19. Jahrhundert erheblich an wirtschaftlicher Bedeutung. Zu Beginn wurde die Kohle primär von lokalen Handwerkern und Landarbeitern erschlossen, die aufgrund fehlender bergmännischer Erfahrung häufig Unfällen ausgesetzt waren. 1827 kam es beispielsweise zu einem schweren Schachteinsturz, bei dem zwei Arbeiter erst nach vier Tagen lebend geborgen wurden. Die Kohleförderung wurde im Laufe der Zeit professionalisiert, besonders unter der Leitung der gräflichen Familie von Nostitz. Graf Albert von Nostitz setzte ab 1841 verstärkt auf den systematischen Kohleabbau, indem er technische Neuerungen einführte und den Abtransport per Bahn ermöglichte. Bereits 1862 waren 160 Bergleute in Türmitz tätig, und die jährliche Fördermenge betrug 1,33 Millionen Zentner. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Kohleförderung mit einer Produktion von 2,75 Millionen Doppelzentnern unter Gräfin Maria Antonia Gabriele Sylva-Tarouca einen neuen Höhepunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2025/05/Audio-Hoehne-Familie-und-Kohlefoerderung-in-Tuermitz.wav"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Anton Tscherney, In: Beitrag zur Geschichte der Stadt Türmitz, Hrsgb. Josef Bertig, Türmitz 1909.</li>



<li>Von der Kohlenförderung in Türmitz, Aussiger Bote, 72. Jahrgang 2020, Folge 5, Seite 141ff.</li>



<li>Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bietet keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern gibt lediglich den Inhalt der genutzten Quellen unterhaltsam wieder.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Geschichte der Familie Höhne aus Arnsdorf: Von bäuerlichen Wurzeln bis zur Vertreibung</title>
		<link>https://fhoe.de/orte/arnsdorf/die-geschichte-der-familie-hoehne-aus-arnsdorf-von-baeuerlichen-wurzeln-bis-zur-vertreibung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 19:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Agnes Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Dorothea Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Maria Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Veronica Ekelt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollonia Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Arnsdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschkahn]]></category>
		<category><![CDATA[Emanuel Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Ferdinand Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Anton Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Czedir]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Xaver Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindevorsteher]]></category>
		<category><![CDATA[Gratschen]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Franz Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Ignatz Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Joseph Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Hahmann]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Thiele]]></category>
		<category><![CDATA[M. Anna Zimmler]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Anna Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Elisabeth Steppe]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Josepha Anders]]></category>
		<category><![CDATA[Seesitz]]></category>
		<category><![CDATA[Theresia Damaschke]]></category>
		<category><![CDATA[Theresia Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Veronica Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Wenzl Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsbesitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Arnsdorf Nr. 10]]></category>
		<category><![CDATA[Arnsdorf Nr. 16]]></category>
		<category><![CDATA[Arnsdorf Nr. 19]]></category>
		<category><![CDATA[Arnsdorf Nr. 31]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschkahn Nr. 24]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschkahn Nr. 32]]></category>
		<category><![CDATA[Gratschen Nr. 1]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen 1945 und 1946 wurden die meisten deutschböhmischen Bewohner, darunter auch die Einwohner des Ortes Arnsdorf (heute Arnultovice in Tschechien), im Zuge der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei aus ihrer Heimat zwangsausgesiedelt. Die Mehrheit dieser Vertriebenen suchte Zuflucht in den Gebieten des heutigen Deutschlands. Im deutschböhmischen Ort Arnsdorf lebten auch Angehörige der Familie Höhne. <a class="read-more" href="https://fhoe.de/orte/arnsdorf/die-geschichte-der-familie-hoehne-aus-arnsdorf-von-baeuerlichen-wurzeln-bis-zur-vertreibung/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zwischen 1945 und 1946 wurden die meisten deutschböhmischen Bewohner, darunter auch die Einwohner des Ortes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C3%A9_Chvojno" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arnsdorf</a> (heute <em>Arnultovice</em> in Tschechien), im Zuge der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_der_Deutschen_aus_der_Tschechoslowakei" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei</a> aus ihrer Heimat zwangsausgesiedelt. Die Mehrheit dieser Vertriebenen suchte Zuflucht in den Gebieten des heutigen Deutschlands.</p>



<p>Im deutschböhmischen Ort Arnsdorf lebten auch Angehörige der Familie Höhne. Der erste Bewohner war mit hoher Wahrscheinlichkeit Hans <u>Franz</u> Höhne (* 10. März 1735 in Leukersdorf; + nach 12. April 1784), der aus Leukersdorf nach Arnsdorf zog. Am 2. Februar 1762 heiratete Franz in Arnsdorf Anna <u>Veronica</u> Ekelt (* vor 1744; + nach 12. April 1784) und übernahm den Bauernhof ihrer Eltern in Arnsdorf, der später mit der Hausnummer 16 bezeichnet wurde.</p>



<p>Veronica und Franz hatten insgesamt elf Kinder, die wohl alle auf dem Hof in Arnsdorf geboren wurden. Ihr erstgeborenes Kind, Hans Franz Höhne, erblickte am 21. Februar 1763 das Licht der Welt und wurde bereits einen Tag später, am 22. Februar, in der Allerheiligenkirche von Arnsdorf getauft. Zwei Jahre später wurde am 4. November 1764 ihre Tochter Veronica geboren, die ebenfalls bald nach ihrer Geburt, am 5. November, in derselben Kirche getauft wurde. Im Januar 1767 kam das dritte Kind der Familie, Theresia Höhne, zur Welt. Sie wurde am 16. Januar 1767 geboren und am nächsten Tag, dem 17. Januar, in der Allerheiligenkirche getauft. Auch Anna Maria Höhne, die am 5. März 1769 geboren wurde, wurde am Tag nach ihrer Geburt in der örtlichen Kirche getauft, genauer am 6. März 1769. Das fünfte Kind der Familie, Anna Dorothea Höhne, wurde am 21. Februar 1771 getauft und wurde wahrscheinlich am selben Tag oder wenige Tage zuvor geboren. Teilweise wurden in den Kirchenbüchern nur die Datumsangaben der Taufen aufgeschrieben. Zwei Jahre später folgte Johann Joseph Höhne, der am 15. Juli 1773 in Arnsdorf getauft wurde. Ein tragisches Schicksal ereilte die Familie mit ihrem Sohn Franz Anton Höhne, der am 5. Oktober 1775 getauft wurde, aber bereits nach nur wenigen Monaten, am 26. März 1776, verstarb. Die Familie musste im Verlauf der Jahre mehrere solcher Verluste ertragen, darunter auch ihre Tochter Apollonia, die am 2. Februar 1777 getauft wurde und am 27. Februar 1780 im Alter von drei Jahren verstarb. Ein weiterer Sohn, ebenfalls Franz Anton genannt, wurde am 5. April 1779 getauft, doch auch er starb früh, am 27. September 1780. Ihr nächster Sohn, Anton Höhne, getauft am 6. April 1781, überlebte. Anton übernahm später den elterlichen Hof und heiratete Maria <u>Elisabeth</u> Steppe (* 21 Mai 1777; + nach 1. Oktober 1823). Das letzte Kind der Familie, Franz Joseph Höhne, wurde am 12. April 1784 getauft.</p>



<p>Elisabeth und Anton bekamen insgesamt zehn Kinder, nachdem Anton den Hof seines Vaters übernommen hatte. Ihr erstes Kind, Franz Joseph Höhne, wurde am 13. Dezember 1801 in Arnsdorf geboren und am darauffolgenden Tag in der Allerheiligenkirche getauft. Über sein Leben ist bekannt, dass er nach dem 12. Januar 1854 verstarb und verheiratet war mit M. Anna Zimmler aus Mörkau. Ihr zweites Kind, Franz Anton Höhne, kam am 10. Juli 1803 zur Welt und wurde am gleichen Tag in der Allerheiligenkirche getauft. Von seinem späteren Leben liegen keine weiteren überlieferten Informationen vor. Das dritte Kind, Wenzl Höhne, wurde am 30. Januar 1805 geboren und am 31. Januar 1805 getauft. Er starb nach dem 10. Januar 1860 und war verheiratet mit Agnes Böhme (* 3. Juli 1810 in Arnsdorf; + ?) aus Arnsdorf Nr. 19. Wenzl zog später in Haus Nummer 44 in Arnsdorf und war ein Häusler. Das vierte Kind, Ignatz Höhne, wurde am 29. November 1806 geboren und am 30. November 1806 getauft. Auch über sein späteres Leben liegen keine weiteren Informationen vor. Theresia Höhne, das fünfte Kind, wurde am 10. Juni 1808 geboren und am 11. Juni 1808 in der Allerheiligenkirche getauft. Über ihr weiteres Leben sind bislang keine belegten Informationen überliefert. Da das folgende Kind ebenfalls den Namen Theresia erhielt, ist es wahrscheinlich, dass sie vor der Geburt ihrer Schwester verstarb. Das sechste Kind, ebenfalls Theresia genannt, wurde am 21. April 1810 geboren und am 22. April 1810 getauft. Sie heiratete am 10. November 1835 Joseph Hahmann, einen Bauern aus Arnsdorf Nummer zehn. Ihr Ehemann war der Sohn von Joseph Hamann und Theresia Damaschke. Aus dieser Ehe gingen mindestens zwei Kinder hervor. Franz Anton Höhne, das siebte Kind, wurde am 9. November 1811 geboren und am 10. November 1811 getauft. Auch zu seinem Leben gibt es bislang keine weiteren überlieferten Informationen. <u>Franz</u> Xaver Höhne, geboren am 4. Juni 1815, war das achte Kind der Familie. Er wurde am 5. Juni 1815 getauft und heiratete am 29. Januar 1839 Maria <u>Josepha</u> Anders (* 1. Juli 184 in Deutsch Kahn; + nach 14. September 1848) aus Deutsch Kahn Nr. 32. Franz führte den elterlichen Hof weiter und wurde später als Gemeindevorsteher von Arnsdorf erwähnt. Er starb zwischen dem 28. Oktober 1862 und dem 17. Januar 1865. Das neunte Kind, Maria Anna Höhne, wurde am 11. Dezember 1819 geboren und am 12. Dezember 1819 in der Allerheiligenkirche getauft. Sie heiratete Franz Lehmann (* 12. Oktober 1818 in Arnsdorf; + ?) aus Arnsdorf Nr. 31 am 19. Mai 1840. Das zehnte und jüngste Kind, Ferdinand Höhne, wurde am 1. Oktober 1823 geboren und am selben Tag in der Allerheiligenkirche getauft. Sein weiteres Leben bleibt ungewiss, da bislang keine weiteren Informationen überliefert sind.</p>



<p>Josepha und Franz bekamen zumindestens vier Kinder, nachdem Franz den Hof seines Vaters übernommen hatte. Ihr erstes Kind, Maria Anna Höhne, wurde am 11. März 1840 in Arnsdorf Nr. 16 geboren und am 12. März 1840 in der Allerheiligenkirche getauft. Sie blieb bis zu ihrer Heirat mit Karl Thiele (* 23. Februar 1830 in Deutschkahn; + ?), am 28. Oktober 1862, in Arnsdorf. Karl Thiele stammte aus Deutsch Kahn Nr. 24. Das zweite Kind von Josepha und Franz, Franz Höhne, wurde am 28. August 1842 in Arnsdorf Nr. 16 geboren und am 29. August 1842 getauft. Franz war zwischenzeitlich Wirtschaftsbesitzer in Arnsdorf Nr. 10 und zog später nach Gratschen Nr. 1, wo er ebenfalls Wirtschaftsbesitzer war. Er starb am 11. November 1914 in Gratschen Nr. 1 und wurde in Seesitz beerdigt. Am 22. November 1864 heiratete er Carolina Watzke (* 13. Februar 1842; + 7. März 1922), mit der er seine eigene Familie gründete und in Gratschen lebte. Das dritte Kind, Emanuel Höhne, wurde am 27. August 1845 in Arnsdorf geboren und ebenfalls in der Allerheiligenkirche getauft. Über sein weiteres Leben liegen bislang keine weiteren Informationen vor. Das vierte und bislang bekannte jüngste Kind der Familie, Maria Höhne, wurde am 13. September 1848 in Arnsdorf geboren und am 14. September 1848 in der Allerheiligenkirche getauft. Sie heiratete am 20. April 1869 Franz Czedir (* etwa Januar 1846; + ?)). Die Hochzeit fand ebenfalls in der Allerheiligenkirche in Arnsdorf statt.</p>



<p>Nach der Vertreibung der Deutschböhmen aus der Tschechoslowakei wurden die Bewohner des deutschböhmischen Ortes Arnsdorf in verschiedenen Regionen Deutschlands angesiedelt. Von den 51 erfassten Familien fanden die meisten, nämlich 29 Familien, eine neue Heimat in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere acht Familien zogen nach Thüringen, während vier Familien in der Provinz Sachsen und zwei Familien in Sachsen angesiedelt wurden. Einzelne Familien fanden in Hessen (eine Familie), Mittelfranken (drei Familien), Oberfranken (drei Familien) und der Oberpfalz (eine Familie) eine neue Bleibe.</p>



<p>Die Provinz Sachsen war eine preußische Provinz und existierte als solche bis zur Auflösung Preußens nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie lag im zentralen Teil Deutschlands und umfasste Gebiete, die heute hauptsächlich zu Sachsen-Anhalt gehören. Die Provinz Sachsen wurde 1816 nach dem Wiener Kongress gegründet und bestand aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Merseburg und dem Herzogtum Sachsen (Anhalt). Wichtige Städte in dieser Provinz waren Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau. Nach 1945 wurde die Provinz Sachsen durch die Sowjetische Besatzungsmacht neu organisiert und in die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgeteilt. Teile der Provinz wurden auch in das neu geschaffene Land Brandenburg eingegliedert.</p>



<p>Die Geschichte der Familie Höhne, ebenso wie die vieler anderer deutschböhmischer Familien, ist stark von den politischen Umwälzungen im 20. Jahrhundert geprägt. Nach der Vertreibung der deutschböhmischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele der einstigen Bewohner von Arnsdorf in verschiedenen Teilen Deutschlands eine neue Heimat. Bislang ist unklar, wohin die Höhne-Familien nach der Vertreibung tatsächlich gezogen sind. </p>



<p>Die Aufzeichnungen über die Familie Höhne geben jedoch Einblick in die familiären Strukturen, das bäuerliche Leben und die historischen Schicksale, die das Leben der Menschen in dieser Region über Generationen hinweg prägten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2025/05/Familie-Hoehne-aus-Arnsdorf_-Geschichte-und-Vertreibung.wav"></audio></figure>



<h1 class="wp-block-heading">Quellen</h1>



<ul class="wp-block-list">
<li>Oskar Laurich, In: Wie Flugsamen verweht. Aussiedlung uns Streuung unserer Landsleute., Aussiger Bote, 5./6. Heimatbrief, Helmut Preußler Verlag, 1949, Seite 7ff.</li>



<li>Archiv Leitmeritz Sig. 147/16 &#8211; Tauf-, Trauungs-, Sterberegister &#8211; katholische Kirche Gartitz &#8211; 1746-1784</li>



<li>Archiv Leitmeritz Sig. 147/17 &#8211; Geburtsregister &#8211; katholische Kirche Gartitz &#8211; 1784-1848</li>



<li>Archiv Leitmeritz Sig. 147/36 &#8211; Traumatrikel &#8211; katholische Kirche Gartitz &#8211; 1784-1924</li>



<li>Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bieten keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern geben lediglich den Inhalt der genutzten Quellen unterhaltsam wieder.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Tellnitztal inspiriert: Anton Höhnes Heimatlied</title>
		<link>https://fhoe.de/personen/anton-hoehne/ein-heimatlied-von-anton-hoehne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 20:06:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anton Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Lehmkuhlen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberlehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Tellnitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Oberlehrer Anton Höhne (* 10. Dezember 1869; † 3. September 1947 in Lehmkuhlen) aus dem deutschböhmischen Ort Tellnitz (tschechisch Telnice), verfasste im Jahr 1927 für den Männergesangsverein Tellnitz das nachfolgende Heimatlied: Mein liebes Tellnitztal Kommst du von Süden herund gehst die Straße quer,triffst du ins Tal, wo mir&#8217;s gefällt.Dort wo die Buchen rauschenund die <a class="read-more" href="https://fhoe.de/personen/anton-hoehne/ein-heimatlied-von-anton-hoehne/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Oberlehrer Anton Höhne (* 10. Dezember 1869; † 3. September 1947 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Holthusen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lehmkuhlen</a>) aus dem deutschböhmischen Ort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Telnice" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tellnitz</a> (tschechisch <em>Telnice</em>), verfasste im Jahr 1927 für den Männergesangsverein Tellnitz das nachfolgende Heimatlied:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center"><strong>Mein liebes Tellnitztal</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Kommst du von Süden her<br>und gehst die Straße quer,<br>triffst du ins Tal, wo mir&#8217;s gefällt.<br>Dort wo die Buchen rauschen<br>und die Menschen lauschen<br>dem Gesang der Vogelwelt,<br>dort grüss mir tausendmal<br>mein liebes Tellnitztal<br>mit seinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön!</p>



<p class="has-text-align-center">Wo fromme Menschen leben,<br>die nur nach Gutem streben,<br>da fühlst du ihn, der Treue Sinn.<br>wo Männer und die Frauen<br>auf Ihren Gott vertrauen,<br>da wohnet Glaub’ und Liebe drin.<br>das findst du tausendmal<br>im lieben Tellnitztal<br>mit seinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön.</p>



<p class="has-text-align-center">Kommst du gleich aus der Fern’<br>sieht dich ein jeder gern<br>auf all&#8216; den Wegen zieh’n.<br>„Am schönsten ist es hier!&#8220;<br>Es ruft’s die Blume dir,<br>auch summt&#8217;s das Bienlein drin.<br>„O komm&#8216; recht vielemal<br>ins liebe Tellnitztal<br>mit seinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön.”</p>



<p class="has-text-align-center">Oft in der Jugendzeit<br>war mir&#8217;s ein Zeitvertreib<br>zu singen hier im Waldrevier.<br>Und jetzt nach langen Jahren<br>im Leid nicht unerfahren,<br>möcht weilen ich noch lange hier.<br>0 gönn’ mir&#8217;s tausendmal<br>mein liebes Tellnitztal<br>mit deinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön.</p>



<p class="has-text-align-center">Wenn dich der Kummer plagt<br>und Sorg’ am Herzen nagt,<br>dann geh&#8216; nur rasch hinein ins<br>Dorfkirchlein.<br>Dort wird dir leicht um&#8217;s Herz,<br>verschwindet bald dein Schmerz<br>und du wirst wieder fröhlich sein.<br>Dies geschieht dir tausendmal<br>im schönen Tellnitztal<br>mit seinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön.</p>



<p class="has-text-align-center">Wenn ich am Lebensend’<br>in dir ein Plätzchen fänd&#8216;<br>zur lang ersehnten Ruh,<br>dann bitte ich dich sehr,<br>ja, ich verlang’ nicht mehr:<br>“Mit deiner Erde deck’ mich zu!”<br>Dann dank ich tausendmal<br>dir liebes Tellnitztal<br>mit deinen Bergen und Wäldern<br>wunderschön.</p>
</blockquote>



<p>Der Liedtext von &#8222;Mein liebes Tellnitztal&#8220; von Anton Höhne ist eine poetische Würdigung des gleichnamigen Tales. Der Text reflektiert tiefe Heimatverbundenheit und Naturverbundenheit, die durch lyrische Beschreibungen der Landschaft und des Gemeinschaftslebens zum Ausdruck kommen. Die wiederholte Beschreibung des Tals als &#8222;wunderschön&#8220; unterstreicht die emotionale Bindung des Autors zu dieser Gegend. Das Lied hebt zentrale Werte wie Treue, Glaube und Liebe hervor, die in der Gemeinschaft des Tales gelebt werden. Es thematisiert auch universelle menschliche Erfahrungen wie Freude, Trost und den Wunsch nach einem letzten Ruheplatz in der Heimat. Dieses Lied ist somit nicht nur eine Hymne auf eine spezifische Landschaft, sondern auch auf die dortigen sozialen und spirituellen Werte.</p>



<p>Anders als in der letzten Strophe des Liedes ausgeführt wurde Anton Höhne nicht im Tellnitztal begraben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er seinen Wohnort aufgrund der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_der_Deutschen_aus_der_Tschechoslowakei" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vertreibung der deutschböhmischen Bevölkerung in den Jahren 1945 bis 1946</a> verlassen musste und infolge nach Deutschland aussiedelte, wo er im Ort Lehmkuhlen in Mecklenburg-Vorpommern am 3. September 1947 im Alter von 77 Jahren verstarb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2024/04/Anton-Hoehnes-Heimatlied_-Mein-liebes-Tellnitztal.wav"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quelle</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Mein liebes Tellnitztal.</em>&nbsp;In: Aussiger Bote, von Franz Sterschik (Hrsg.):&nbsp;Heimatblätter der Vertriebenen aus dem Stadt- und Landkreis Aussig an der Elbe. Folge 2. Selbstverlag, Februar 1949,&nbsp;S.&nbsp;11.</li>



<li><em>Mein liebes Tellnitztal.</em>&nbsp;In: Aussiger Bote, von Aussiger Bote e.V. (Hrsg.):&nbsp;Heimatblätter der Vertriebenen aus dem Stadt- und Landkreis Aussig an der Elbe. Jahrgang. Folge 10. 65. Jahrgang. Selbstverlag, Oktober 2013,&nbsp;S.&nbsp;11.</li>



<li>Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bieten keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern geben lediglich unterhaltsam den Inhalt der genutzten Quellen wieder.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Einkommen des Revierjägers Josef Höhne in Hungertuch</title>
		<link>https://fhoe.de/allgemein/das-einkommen-des-revierjaegers-josef-hoehne-in-hungertuch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 21:52:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Maria Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Hungertuch]]></category>
		<category><![CDATA[Jäger]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Hehne]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[herrschaftlicher Jäger]]></category>
		<category><![CDATA[Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Hungertuch Nr. 68]]></category>
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					<description><![CDATA[Historischen Dokumenten zufolge beherbergte das Dorf Hungertuch (tschechisch Hladov), das nördlichste in Böhmen gelegene Dorf, einen herrschaftlichen Jäger namens Josef Höhne (auch Hehne geschrieben) (* etwa 1718 in Böhmisch-Kahn; † 18. April 1810 in Hungertuch), der in der Residenz mit der Hausnummer 68 lebte. In den bisher erschlossenen historischen Quellen wird Josef Höhne erstmals anlässlich <a class="read-more" href="https://fhoe.de/allgemein/das-einkommen-des-revierjaegers-josef-hoehne-in-hungertuch/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Historischen Dokumenten zufolge beherbergte das Dorf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hladov_(Petrovice)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hungertuch</a> (tschechisch <em>Hladov</em>), das nördlichste in Böhmen gelegene Dorf, einen herrschaftlichen Jäger namens Josef Höhne (auch Hehne geschrieben) (* etwa 1718 in Böhmisch-Kahn; † 18. April 1810 in Hungertuch), der in der Residenz mit der Hausnummer 68 lebte. In den bisher erschlossenen historischen Quellen wird Josef Höhne erstmals anlässlich seiner Heirat mit Anna Maria Katze (* 11. Februar 1740 in Böhmisch-Kahn; † 3. Dezember 1778 in Hungertuch) am 19. November 1765 in Böhmisch Kahn als herrschaftlicher Jäger erwähnt. Für seine Dienste erhielt er jährlich folgende Bezüge von der Herrschaft:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><thead><tr><th>Bezug</th><th>Menge</th></tr></thead><tbody><tr><td>Bargeld</td><td>12 Florin (fl.)</td></tr><tr><td>Weizen</td><td>1 Scheffel (Str.) 2 1/2 Metzen</td></tr><tr><td>Korn</td><td>5 Scheffel (Str.) 1 Viertel</td></tr><tr><td>Gerste</td><td>3 Viertel 1 Metzen</td></tr><tr><td>Arbes (Erbsen)</td><td>1 Viertel 2 1/2 Metzen</td></tr><tr><td>Haber (Hafer)</td><td>3 Scheffel (Str.) 1 Viertel</td></tr><tr><td>Salz</td><td>36 Seidel</td></tr><tr><td>Weiches Holz</td><td>6 Klaftern</td></tr></tbody></table></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Der &#8218;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheffel_(Ma%C3%9Feinheit)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scheffel</a>&#8218; (Str.), ein Volumenmaß für trockene Güter wie Getreide, war in der Landwirtschaft weit verbreitet. Die Größe eines Scheffels konnte regional variieren, lag aber in der Regel bei etwa 50 bis 56 Litern. Er diente der Bemessung der Ernte und war essentiell für Handel und Wirtschaft.</p>



<p>Das &#8218;Viertel&#8216; war eine Untereinheit des Scheffels, die oft im Kontext von Getreidemaßen genutzt wurde. Es half dabei, präzisere und kleinere Mengen als einen ganzen Scheffel anzugeben, was besonders im lokalen Handel von Nutzen war. Ein Viertel entsprach dem vierten Teil eines Scheffels.</p>



<p>Der &#8218;Metzen&#8216;, eine weitere Untereinheit des Scheffels, entsprach dem vierten Teil des Viertels oder 16ten Teil eines Scheffels. Dieses Maß war besonders im Getreidehandel gebräuchlich, um kleinere Mengen zu messen.</p>



<p>Der &#8218;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seidel_(Einheit)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Seidel</a>&#8218; war eine Flüssigkeits- und Getreidemaßeinheit, die je nach Region unterschiedlich groß sein konnte. Oft umfasste ein Seidel etwa 0,5 Liter. </p>



<p>Der &#8218;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klafter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klafter</a>&#8218;, wurde bei der Messung von Holz als ein Raummaß verwendet. Ein Klafter entsprach dem Rauminhalt eines Holzstapels mit einer Länge und Höhe von je einem Klafter (6 Fuß).</p>



<p>Der Begriff &#8218;Korn&#8216; ist grundsätzlich eine Sammelbezeichnung für alle Arten von Getreidekulturen, einschließlich Weizen, Gerste, Hafer usw. In einigen historischen Quellen stand &#8222;Korn&#8220; wahrscheinlich für eine bestimmte, lokal vorherrschende Getreidesorte, die infolge nicht konkreter genannt wurde. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2023/12/Einkommen-Revierjaeger-Josef-Hoehne-Hungertuch-1.wav"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Rudolf Köhler: <em>Das Einkommen der herrschaftlichen Angestellten zu Schönwald um die Mitte des 18. Jahrhunderts.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 14. Jahrgang, 1934, 1. Heft. Selbstverlag, 1934, S. 29f.</li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bieten keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern geben lediglich den Inhalt der genutzten Quellen unterhaltsam wieder.</p>
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		<item>
		<title>Das Wirtshaus in Pömmerle und seine historische Bedeutung</title>
		<link>https://fhoe.de/personen/rudolf-von-buenau/das-wirtshaus-in-poemmerle-und-seine-historische-bedeutung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 21:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mathias Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Merten Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Pömmerle]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf von Bünau]]></category>
		<category><![CDATA[Wirt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Bierzwang]]></category>
		<category><![CDATA[Brand]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischzwang]]></category>
		<category><![CDATA[Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeezwang]]></category>
		<category><![CDATA[Pömmerle Nr. 1]]></category>
		<category><![CDATA[Weinzwang]]></category>
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					<description><![CDATA[In den nordböhmischen Grundbüchern ist das Wirtshaus in Pömmerle (tschechisch Povrly) erstmals ab dem Jahr 1594 verzeichnet. Zu dieser Zeit bestand der Ort aus 28 Häusern, wovon drei der Herrschaft Prießnitz und Blankenstein (auch Plankenstein; tschechisch Blansko) unter Rudolf von Bünau unterstanden. Das Wirtshaus mit der Hausummer 1 an der Elbe diente als Versorgungsort für <a class="read-more" href="https://fhoe.de/personen/rudolf-von-buenau/das-wirtshaus-in-poemmerle-und-seine-historische-bedeutung/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In den nordböhmischen Grundbüchern ist das Wirtshaus in Pömmerle (tschechisch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Povrly" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Povrly</a>) erstmals ab dem Jahr 1594 verzeichnet. Zu dieser Zeit bestand der Ort aus 28 Häusern, wovon drei der Herrschaft Prießnitz und Blankenstein (auch <em>Plankenstein</em>; tschechisch <em>Blansko</em>) unter Rudolf von Bünau unterstanden. Das Wirtshaus mit der Hausummer 1 an der Elbe diente als Versorgungsort für die lokalen Untertanen sowie als Sammelstelle für die herrschaftlichen Abgaben.</p>



<p>Die Gastwirte, in den Urkunden als „Kretschmare“ bezeichnet, waren von einigen Verpflichtungen befreit, was auf ihre Sonderstellung innerhalb der hierarchischen Struktur der Leibeigenschaft hinweist. In den historischen Dokumenten werden unter anderem Mathias und Merten Höhne aus Haus Nr. 4 als Betreiber dieses Wirtshauses genannt. </p>



<p>Ihre Rolle beschränkte sich nicht nur auf das Gastgewerbe, sondern sie fungierten auch als Verwalter des herrschaftlichen Bier-, Wein-, Kaffee- und Fleischzwang. Das Gebäude diente als Lager- und Umschlagplatz für die herrschaftlichen Produkte. Einige Waren wurden in kleinen, der Herrschaft gehörenden Kähnen angeliefert. Die Bewohner der Ortschaften Nestersitz (tschechisch <em>Neštědice</em>), Wesseln (tschechisch <em>Veselí</em>), Mosern (tschechisch <em>Mojžíř</em>) und Mörkau (tschechisch <em>Mírkov</em>) waren verpflichtet, ihren Bedarf an Bier, Wein und Fleisch über das Wirtshaus in Pömmerle zu beziehen. Zudem waren die Bauern dieser Dörfer verpflichtet, ihr zum Verkauf bestimmtes Vieh zuerst dem Wirt anzubieten.</p>



<p>Nach einem Brand des Wirtshauses im Jahr 1729 wurde dieses durch die Herrschaft im Jahr 1730 wieder aufgebaut. Am 30. Juni 1736 erfolgte der Verkauf des Wirtshauses von dem Grafen von Carolin an Johann Georg Kündiger, einen Untertan der Herrschaft Prießnitz. Nach dem Verkauf fielen die Ländereien, die zum Wirtshaus gehörten, an den Hof in Mosern zurück.</p>



<p>Das Wirtshaus war zumindestens bis ins Jahr 1931 zuletzt als &#8222;Gasthaus zum Kreuzbach&#8220; erhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2023/12/Das-Wirtshaus-in-Poemmerle.wav"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Klemens Schmidt: <em>Die ehemals herrschaftlichen Gebäude in Pömmerle.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 11. Jahrgang, 1931, 4. Heft. Selbstverlag, 1931, S. 163.</li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bieten keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern geben lediglich den Inhalt der genutzten Quellen unterhaltsam wieder.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Münzenfund beim Brunnenbau bei Emil Höhne</title>
		<link>https://fhoe.de/personen/emil-hoehne/muenzenfund-beim-brunnenbau-bei-emil-hoehne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2023 19:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Emil Dašatko]]></category>
		<category><![CDATA[Emil Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Gendarmeriewachtmeister]]></category>
		<category><![CDATA[Gratschen]]></category>
		<category><![CDATA[H. Wodiczka]]></category>
		<category><![CDATA[Numismatiker]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Grabungsarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gratschen Nr. 1]]></category>
		<category><![CDATA[Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Meißner Groschen]]></category>
		<category><![CDATA[Münze]]></category>
		<category><![CDATA[Münzenfund]]></category>
		<category><![CDATA[Schwertgroschen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im böhmischen Ort Gratschen (tschechisch Radešín) wurden im Juli 1929 auf dem Anwesen Gratschen Nr. 1 von Emil Höhne bei Grabungsarbeiten für einen Brunnen etwa 60 gleichartige alte Silbermünzen entdeckt. Die Münzen befanden sich in einem bemerkenswert guten Zustand, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise einmal vergraben wurden, um sie zu schützen oder zu verbergen. <a class="read-more" href="https://fhoe.de/personen/emil-hoehne/muenzenfund-beim-brunnenbau-bei-emil-hoehne/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im böhmischen Ort Gratschen (tschechisch <em>Radešín</em>) wurden im Juli 1929 auf dem Anwesen <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_6328-1_1&amp;extent=19.664177814376107,17.04070678568894,28.05875252283919,21.446724105644428&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gratschen Nr. 1</a> von Emil Höhne bei Grabungsarbeiten für einen Brunnen etwa 60 gleichartige alte Silbermünzen entdeckt. Die Münzen befanden sich in einem bemerkenswert guten Zustand, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise einmal vergraben wurden, um sie zu schützen oder zu verbergen. </p>



<p>Durch einen Herausgeber einer Münzzeitschrift, H. Wodiczka aus Budweis, konnten die Münzen als &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mei%C3%9Fner_Groschen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meißner Groschen</a>&#8222;, genauer als &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwertgroschen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwertgroschen</a>&#8220; bestimmt werden, die gemäß der Münzordnung von 1456 geprägt wurden. Diese Münzbezeichnung lautet offiziell &#8222;Grossus March. Misnensis&#8220;.</p>



<p>Der Ausdruck &#8222;Grossus March. Misnensis&#8220; ist aus dem Lateinischen abgeleitet und kann in folgende Bestandteile zerlegt werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Grossus</strong>: Dieser Begriff bezieht sich auf eine mittelalterliche Münze, bekannt als &#8222;Groschen&#8220; im Deutschen. Ein Groschen war eine gängige Silbermünze in vielen europäischen Regionen während des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.</li>



<li><strong>March.</strong>: Dies ist eine Abkürzung für &#8222;Marchia&#8220; oder &#8222;Mark&#8220;, die auf eine Grenzregion oder ein Grenzgebiet hinweist. Im mittelalterlichen Europa bezeichnete eine Mark oft ein Grenzgebiet oder eine Grenzprovinz.</li>



<li><strong>Misnensis</strong>: Dies bezieht sich auf die Stadt Meißen in Sachsen, Deutschland. &#8222;Misnensis&#8220; ist das lateinische Adjektiv für &#8222;aus Meißen&#8220; oder &#8222;zugehörig zu Meißen&#8220;.</li>
</ul>



<p>Zusammengenommen bedeutet &#8222;Grossus March. Misnensis&#8220; also &#8222;Meißner Groschen&#8220; oder &#8222;Groschen der Mark Meißen&#8220;. Es handelt sich dabei um eine Münze, die im mittelalterlichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Sachsens#Das_s%C3%A4chsische_Kurf%C3%BCrstentum_bis_zur_Leipziger_Teilung_(1423_bis_1485)">Herzogtum Sachsen</a>, speziell in der Region um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mei%C3%9Fen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meißen</a>, geprägt wurde. Der Meißner Groschen war eine bedeutende und weit verbreitete Münze in Mitteleuropa während des Mittelalters.</p>



<p>Durch die Bemühungen des Gendarmeriewachtmeisters Emil Dašatko in Aussig wurden 40 der gefundenen Münzen dem Aussiger Museum übergeben und dort ausgestellt.</p>



<p>Solche Funde sind für Historiker, Archäologen und Numismatiker von großer Bedeutung, da sie Licht auf historische Handelsrouten, Wirtschaftssysteme und soziokulturelle Aspekte einer Region oder eines Zeitraums werfen können. Der Münzenfund in Gratschen ist ein Zeugnis der Vergangenheit und bietet einen Einblick in die Münzprägung und Wirtschaft des 15. Jahrhunderts in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast</h2>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://fhoe.de/wp-content/uploads/2024/11/Audio-Muenzenfund-beim-Brunnenbau-bei-Emil-Hoehne-en.wav"></audio></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size"><em>Mitteilungen: Münzenfund.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 9. Jahrgang, 1929, 3. Heft. Selbstverlag, 1929, S. 143.</li>



<li class="has-small-font-size">im Text verlinktes Kartenmaterial des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="https://geoportal.cuzk.cz/" target="_blank">Geoportals ČÚZK</a></li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<p>Die Audiodatei, einschließlich der darin enthaltenen Stimmen, wurde mittels KI-Technologie von NotebookLM generiert. Dabei kann es zu Fehlern und Audiostörungen kommen. Diese Audiofolge bieten keine umfassende oder objektive Betrachtung eines Themas, sondern geben lediglich den Inhalt der genutzten Quellen wieder. Derzeit ist diese Audiodatei ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine Brautausstattung für Anna Höhne im 17. Jahrhundert</title>
		<link>https://fhoe.de/orte/leukersdorf/eine-brautausstattung-fuer-anna-hoehne-im-17-jahrhundert/</link>
					<comments>https://fhoe.de/orte/leukersdorf/eine-brautausstattung-fuer-anna-hoehne-im-17-jahrhundert/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Oct 2023 14:38:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anna Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Bauerngut]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Leukersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Wenzel Plaschke]]></category>
		<category><![CDATA[Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Leukersdorf Nr. 35]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fhoe.de/?p=335</guid>

					<description><![CDATA[Im Jahr 1691 übernahm Jakob Höhne (*&#160;29. März 1670 (?); † 6. Februar 1720 in Leukersdorf) im Alter von zirka 21 Jahren das Bauerngut mit der Hausnummer 35 im böhmischen Ort&#160;Leukersdorf (tschechisch Čermná) seines gleichnamigen, im Jahr zuvor verstorbenen Vaters, den Bauern Jakob Höhne (*&#160;etwa 1627&#160;in&#160;München; † etwa 22. Juli 1690 in Leukersdorf). In einem <a class="read-more" href="https://fhoe.de/orte/leukersdorf/eine-brautausstattung-fuer-anna-hoehne-im-17-jahrhundert/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Jahr 1691 übernahm Jakob Höhne (*&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=7f96ec550ce74daa8f158ddf6092a548" target="_blank">29. März 1670</a> (?); † <a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=ef439fe436c040f28f824b9335c46d4a" target="_blank">6. Februar 1720</a> in Leukersdorf) im Alter von zirka 21 Jahren das Bauerngut mit der <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=24.32583671222249,-0.2965314945327746,26.441663483843328,1.8479470979537655&amp;link=ext" target="_blank">Hausnummer 35</a> im böhmischen Ort&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cermn%C3%A1_(Libouchec)" target="_blank">Leukersdorf</a> (tschechisch <em>Čermná</em>) seines gleichnamigen, im Jahr zuvor verstorbenen Vaters, den Bauern Jakob Höhne (*&nbsp;etwa 1627&nbsp;in&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C3%A9_Chvojno#Gemeindegliederung" target="_blank">München</a>; † <a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=4b573a98a1a2460084c0fba128869cee" target="_blank">etwa 22. Juli 1690</a> in Leukersdorf). In einem Kaufvertrag, der im Jahr 1923 auszugsweise durch Wenzel Plaschke &#8211; einem Bewohner von Leukersdorf &#8211; veröffentlicht wurde, verpflichtete sich der jüngere Jakob Höhne zugleich seiner älteren, zu diesem Zeitpunkt noch unverheirateten Schwester Anna Höhne (*&nbsp;etwa 1665; † <a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=d61a8e6c682645c4b5c19fe06a1a7190" target="_blank">etwa 24. März 1699</a> in Leukersdorf) bestimmte Güter und Geldbeträge für eine etwaige Hochzeit bereitzustellen. </p>



<p>Die Vereinbarung sah unter anderem vor, dass Anna zwei <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schock_(M%C3%BCnze)" target="_blank">Schock</a> erhält, die von der Kaufsumme für das Bauerngut abgezogen werden sollten. Das&nbsp;Schock&nbsp;war in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Böhmen</a>&nbsp;eine&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rechnungsm%C3%BCnze" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rechnungsmünze</a>. Für die Hochzeitsfeierlichkeiten wurde vereinbart, dass für zwei Tische Mahlzeiten bereitgestellt oder stattdessen vier Schock in Geld an Anna gezahlt werden.</p>



<p>In Bezug auf die Kleidung für Anna war bspw. vorgesehen, dass acht Ellen schwarzes Tuch für einen Rock und einen Mantel bereitgestellt werden sollten, wobei der Preis pro <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elle_(Einheit)" target="_blank">Elle</a> bei 45 Kreuzern liegen sollte. Der Rock sollte mit acht Ellen Samtschnur zum Preis von 33 Kreuzer gefertigt werden. Hinzu kamen schwarzes Tschmoschel-Fell (wahrscheinlich eine Fellart vom Schaf), Schuhe, Strümpfe, Grobgrün (wahrscheinlich ein starkfädiger Wollstoff von geringer Qualität) für ein <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wams" target="_blank">Wams</a> (eine Oberbekleidung, die eine Art vorläufer der Weste ist) und ein Vortuch (wahrscheinlich ein Kleidungsstück, das zum Schutz der&nbsp;Kleidung dient) und diverse Accessoires wie Hornknöpfe und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Damast" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Damast</a>.</p>



<p>Zusätzlich waren diverse Haushaltsgegenstände Teil der Ausstattung, darunter bspw. eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Truhe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lade</a> (Truhe) mit Schlössern, ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Butterfass" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Butterfass</a>, zwei kleine Fässer, ein Milchfass, zwei Wasserkannen, ein Dutzend Teller und Löffel sowie Hauben. </p>



<p>Des Weiteren wurde Vieh als Teil der Ausstattung in die Vereinbarung aufgenommen. Anna sollte im ersten Jahr nach ihrer Hochzeit eine Kuh erhalten, im zweiten Jahr ein Kalb und im vierten Jahr eine weitere Kuh. </p>



<p>Falls Anna vor ihrer Heirat versterben sollte, würde das gesamte genannte Gut beim Käufer verbleiben. Sollte sie jedoch erkranken, war der Käufer verpflichtet, für ihre Beherbergung zu sorgen. </p>



<p>Laut Angabe von Wenzel Plaschke verstarb Anna Höhne 1701 ledig und in jungen Jahren. Tatsächlich verstarb Anna aber bereits zwei Jahre zuvor im März 1699 im Alter von 34 Jahren.</p>



<p>Diese Brautausstattung spiegelt die kulturellen und wirtschaftlichen Normen des 17. Jahrhunderts wider und gibt einen Einblick in die Bedeutung von Verehelichungen und die damit verbundenen Verpflichtungen in dieser Epoche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweis</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Geburtsdatum von Jakob Höhne (*&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=7f96ec550ce74daa8f158ddf6092a548" target="_blank">29. März 1670</a> (?); † <a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=ef439fe436c040f28f824b9335c46d4a" target="_blank">6. Februar 1720</a> in Leukersdorf) ist zweifelhaft, da im Taufmatrikel kein Name und &#8222;Tochter&#8220; angegeben ist.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Wenzel Plaschke: <em>Brautausstattung aus dem Jahre 1691.</em> In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 3. Jahrgang, 1923, 3. Heft. Selbstverlag, 1923, S. 84 f.</li>



<li class="has-small-font-size">im Text verlinktes Kartenmaterial des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="https://geoportal.cuzk.cz/" target="_blank">Geoportals ČÚZK</a></li>



<li class="has-small-font-size">Die im Text verlinkten Kirchenbücher sind Teil des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.soalitomerice.cz/" target="_blank">Státní oblastní archiv Litoměřice</a> (Staatliches Gebietsarchiv Litomerice).</li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Hausnamen in Leukersdorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 08:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adolf Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrosius Stroppe]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Jahren 1926 und 1927 verfasste Wenzel Plaschke, ein Einwohner des böhmischen Ortes&#160;Leukersdorf (tschechisch Čermná), eine detaillierte Aufzeichnung der Hausnamen des Ortes. Durch das akribische Durchforschen der Grundbücher und das Sammeln von mündlichen Überlieferungen konnte er die Entstehung der meisten dieser alten Namen klären. Diese Spitznamen waren nicht nur wahrscheinlich hilfreich um sich im <a class="read-more" href="https://fhoe.de/orte/leukersdorf/die-hausnamen-in-leukersdorf/">READ MORE</a>]]></description>
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<p>In den Jahren 1926 und 1927 verfasste Wenzel Plaschke, ein Einwohner des böhmischen Ortes&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cermn%C3%A1_(Libouchec)" target="_blank">Leukersdorf</a> (tschechisch <em>Čermná</em>), eine detaillierte Aufzeichnung der Hausnamen des Ortes. Durch das akribische Durchforschen der Grundbücher und das Sammeln von mündlichen Überlieferungen konnte er die Entstehung der meisten dieser alten Namen klären. Diese Spitznamen waren nicht nur wahrscheinlich hilfreich um sich im Ort zurechtzufinden &#8211; besonders wegen der vielen gleichlautenden Familiennamen -, sondern sie dienten auch als soziale Marker, die Berufe, Familienbande und lokale Traditionen widerspiegelten.</p>



<p>Die nachfolgenden Häuser in Leukersdorf und deren Hausnamen sind mit Personen mit dem Familiennamen Höhne verbunden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=21.23144005872706,0.7173021668688808,23.3472668303479,2.8617807593554208&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 22</a>: Im Jahr 1926 war Josef Höhne Besitzer dieses Hauses. Es wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts „beim Schmiedebauer“ genannt. Der Name stammt aus dem Jahr 1688, als ein Johann Schmiedt aus&nbsp;<a href="https://www.blogger.com/blog/post/edit/208916778708539002/5068840710275622603?hl=de#">Königs</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Libouchec" target="_blank">w</a><a href="https://www.blogger.com/blog/post/edit/208916778708539002/5068840710275622603?hl=de#">ald</a>&nbsp;(tschechisch <em>Libouchec</em>) die verwitwete Besitzerin dieses Gutes heiratete, und so erhielt das Gut diesen Namen. Die ersten bekannten Besitzer des Hauses Nr. 22 waren bis ins Jahr 1573 Benedig Werner, Paul Krause, Matz Hickmann, Rudolf v. Bünau und bis ins Jahr 1594 Simon Anders.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=22.351065058709747,1.3256023637098755,24.466891830330585,3.4700809561964157&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 34</a>: Im Jahr 1926 gehörte dieses Haus dem Besitzer Adolf Höhne. Es wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts „beim Günther“ genannt. Die Familie Günther bewirtschaftete dieses Gut von 1589 bis 1806. Die Besitzer dieses Hauses am Anfang des 20. Jahrhunderts waren Nachkommen der Familie Günther in weiblicher Linie. Die ersten bekannten Besitzer des Hauses Nr. 34 waren bis ins Jahr 1580 Valten Gut und Matz Hennichen.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=24.32583671222249,-0.2965314945327746,26.441663483843328,1.8479470979537655&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 35</a>: Das als „beim Joukel“ bekannte Bauerngut hatte nach Angabe von Wenzel Plaschke zwischen 1661 und 1735 zwei Besitzer mit dem Namen Jakob Höhne. Aufgrund der zahlreichen Höhne-Familien im Ort Leukersdorf wurde der Vorname Jakob, auch &#8222;Joukel&#8220; genannt, wahrscheinlich zum Namen des Anwesens. Die beiden Besitzer waren der Bauer Jakob Höhne (* etwa 1627 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C3%A9_Chvojno#Gemeindegliederung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">München</a>; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=4b573a98a1a2460084c0fba128869cee" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwa 22. Juli 1690</a> in Leukersdorf) und dessen gleichnamiger Sohn Jakob Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=7f96ec550ce74daa8f158ddf6092a548" target="_blank" rel="noreferrer noopener">29. März 1670</a> (?) in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=ef439fe436c040f28f824b9335c46d4a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">6. Februar 1720</a> in Leukersdorf). Der jüngere Jakob Höhne übernahm im Jahr 1690 das Bauerngut von seinem gleichnamigen Vater und verpflichtete sich hierbei vertraglich, seine zu diesem Zeitpunkt noch ledige Schwester Anna Höhne (* etwa 1665; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=d61a8e6c682645c4b5c19fe06a1a7190" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwa 24. März 1699</a> in Leukersdorf) für eine potentielle Hochzeit auszustatten. Der erste bekannte Besitzer des Hauses Nr. 35 war bis ins Jahr 1583 Ambrosius Stroppe.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.530572440627655,2.742765503451754,23.638193011445768,4.887244095938295&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 43</a>: Das Anwesen befand sich im Jahr 1927 im Besitz von Emilie Höhne und war ursprünglich als &#8222;beim Müllerlöbel&#8220; bekannt. Das Haus wurde im Jahr 1720 von Hans Deutsch erbaut. Seinen Namen verdankt es laut Wenzel Plaschke zum Teil der Obermühle (<a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.82689109222879,0.3756843027009342,22.904265600039786,2.515754922746598&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 26</a>), dessen Besitzer und Müller Franz Schlößinger später in die Nr. 43 zog. In der Folgezeit kam ein weiterer Namensbeitrag durch Anton Löbel hinzu, der seit 1835 dort wohnte. <br>Später wurde die Adresse als &#8222;beim Poulte&#8220; bekannt. Laut Wenzel Plaschke hatte der Stammvater der im Ort Leukersdorf weitverzweigten Familie, Ferdinand Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=1505dee0589a4dd3b6135c07322b6a3a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">27. Oktober 1807</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=d381e099d0cb4d5a99ddd2efd46ff9ae" target="_blank" rel="noreferrer noopener">16. Februar 1881</a> in Leukersdorf) aus dem <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=24.32583671222249,-0.2965314945327746,26.441663483843328,1.8479470979537655&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 35</a> am <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=94a76300ca2c4dcc94aab537f4998986" target="_blank" rel="noreferrer noopener">4. Mai 1847</a> (in der St. Nikolauskirche in Leukersdorf) Leopoldine Krimmer (* etwa 1803 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kakau_(Oranienbaum-W%C3%B6rlitz)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kakau</a>; † nach 23. September 1878) aus Deutschland geheiratet. Sie wurde auch &#8218;Poldine&#8216; genannt, woraus der Name &#8218;Poult&#8216; entstanden sei. Es gibt bisher aber keine Quellen, die das Haus Nr. 43 als Wohnhaus dieses Paares bestätigen. Dabei sind für Ferdinand Höhne zahlreiche Wohnorte in Leukersdorf (Leukersdorf <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.29254192882028,0.6269387318309076,24.369916436631275,2.7670093518765713&amp;link=ext">Nr. 24</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.410455191613703,1.9978181609435943,24.487829699424697,4.137888780989258&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">31</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=24.32583671222249,-0.2965314945327746,26.441663483843328,1.8479470979537655&amp;link=ext">35</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.39723127429114,4.014465552644713,24.474605782102135,6.154536172690377&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">51</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.808274704402677,4.4078770929929565,24.88564921221367,6.547947713038621&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">53</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.612119930783745,5.534114051636969,24.68949443859474,7.674184671682633&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">57</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.874394291015776,6.325345104774348,24.95176879882677,8.465415724820012&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">60</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.724523228025976,7.1672678409818085,24.80189773583697,9.307338461027472&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">61</a>, <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.539388385509206,8.108369957108998,24.6167628933202,10.24844057715466&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">63</a>) bekannt, da er offenbar ungewöhnlich oft umgezogen war. <br>Entgegen der Information von Wenzel Plaschke ist es wahrscheinlich, dass nicht dieser Ferdinand Höhne, sondern sein gleichnamiger Vater &#8211; der Bauer <u>Ferdinand</u> Cajetan Wenzel Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=e9ecddde3486438eaee2a4e413d0dea0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">20. Juni 1780</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=351cacce6e7e4a0ea066c5478b5c31d2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">9. Januar 1841</a> in Leukersdorf) &#8211; als (ein späterer) Stammvater des weitverzweigten Familienzweigs in Leukersdorf gilt. Der ältere Ferdinand Höhne hatte zehn Kinder und lebte stets im <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=24.32583671222249,-0.2965314945327746,26.441663483843328,1.8479470979537655&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 35</a>.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.653385924893243,3.5571384119037353,23.730760432704237,5.6972090319493995&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 44</a>: Im Jahr 1927 befand sich das Anwesen im Besitz eines Franz Höhne und war als „beim Blümel-Bauer“ bekannt. Den Namen erhielt es nach einem Besitzer namens Christoph Blümel, der zwischen 1740 und 1763 dort lebte. Ein anderer Besitzer des Hauses Nr. 44, der laut Wenzel Plaschke ebenfalls den Namen Franz Höhne &#8211; tatsächlich ist aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Zimmermann Franz <u>Joseph</u> Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=df963cbf68dd4253897640c929745701" target="_blank" rel="noreferrer noopener">24. November 1810</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=837ba181f9b94e6e82f2b421a76965e5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">29. Januar 1886</a> in Leukersdorf) gemeint &#8211; hatte, baute das <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.986797588258217,4.681171384327316,25.06417209606921,6.82124200437298&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 55</a> 1836 auf dem Grund des Wirtschaftsgutes Nr. 44 und wurde der &#8222;lange Blümel&#8220; genannt. Der erste bekannte Besitzer des Hauses Nr. 44 war bis ins Jahr 1597 Mathes Günther. </li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=21.288743700458276,2.169729086137783,29.44349271608027,6.44987032622911&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 48</a>: Das Anwesen war unter dem Namen &#8222;beim Kospawenzel&#8220; bekannt. Der Vorname &#8222;Kaspar&#8220; im Namen kann durch Wenzel Plaschke nicht erklärt werden. Die letzten Teile des Namens stammen von den Taufnamen der ersten drei Besitzer: Wenzel Walter, Wenzel Mühle und Wenzel Höhne. Das Haus Nr. 48 wurde im Jahre 1780 von Wenzel Walter erbaut.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.900232381582097,4.192988436500217,28.05498139720409,8.473129676591544&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 49</a>: Das Anwesen wurde &#8222;beim Michelebinda&#8220; genannt. Der Name stammt laut Wenzel Plaschke von einem Besitzer namens Johann <u>Michael</u> Höhne (* etwa 1748; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=3c9150a9c5e44bbea4811f2c6ac8fa46" target="_blank" rel="noreferrer noopener">29. Juli 1830</a> Leukersdorf), dessen Enkel als Binder arbeitete. Bei dem von Wenzel Plaschke genannten Enkel des Michael Höhne handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Faßbindermeister Franz <u>Wenzl</u> Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=8c2a5f4ab6a84e359821cbd712e7eacb" target="_blank" rel="noreferrer noopener">11. Juli 1819</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=03c0a0111f7d480c9c7b7c94c58f9409" target="_blank" rel="noreferrer noopener">16. Juli 1899</a> in Leukersdorf).</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.73652765719063,3.2496823341525896,26.891276672812626,7.529823574243917&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 52</a>: Das Gebäude trug den Namen &#8222;beim Soole&#8220;. Es wurde 1797 von <u>Franz</u> Joseph Sigismund Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=923a54882555418a9feb98dd202c78f5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">23. Mai 1776</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=1dfccadfad2141c08117093b411e4a1b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">12. Juni 1851</a> Leukersdorf), einem Bewohner des <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.472659054817182,1.023656251509818,23.550033562628176,3.1637268715554816&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hauses Nr. 28</a>, erbaut. Dieser war laut Wenzel Plaschke ein Bruder &#8211; tatsächlich ein Halbbruder &#8211; von Anton Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=1f4dab34a7264bd6b0edce534825cc45" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwa 15. Januar 1771</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=07617fdb2a3d4e819d03d39c7d5ea217" target="_blank" rel="noreferrer noopener">6. November 1828</a> in Leukersdorf), dem Erbauer von Haus Nr. 53 im gleichen Jahr. Wenzel Plaschke vermutet, dass der Spitzname auf das &#8222;Salomonhäusel&#8220; des Hauses Nr. 28 zurückgeht.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.73652765719063,3.2496823341525896,26.891276672812626,7.529823574243917&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 53</a>: Dieses Gebäude war im Jahr 1927 im Besitz von Emil Höhne und wurde &#8222;beim Soolschneira&#8220; genannt. Wenzel Plaschke kann sich nach seinen Angaben die Herkunft des Spitznamens &#8222;Sool&#8220; für dieses Haus nicht erklären, während er zugleich für das Haus Nr. 52 &#8222;beim Soole&#8220; davon ausgeht, dass sich der Spitzname vom <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.472659054817182,1.023656251509818,23.550033562628176,3.1637268715554816&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 28</a>, dem &#8222;Salomonhäusel&#8220;, ableitet. Das Haus Nr. 53 wurde im 1797 von Anton Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=1f4dab34a7264bd6b0edce534825cc45" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwa 15. Januar 1771</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=07617fdb2a3d4e819d03d39c7d5ea217" target="_blank" rel="noreferrer noopener">6. November 1828</a> in Leukersdorf) aus Haus Nr. 28, einem Halbbruder von <u>Franz</u> Joseph Sigismund Höhne (* <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=923a54882555418a9feb98dd202c78f5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">23. Mai 1776</a> in Leukersdorf; † <a href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ada&amp;scan=1dfccadfad2141c08117093b411e4a1b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">12. Juni 1851</a> Leukersdorf), der im selben Jahr das Haus Nr. 52 errichtete, erbaut.</li>
</ul>



<p>Neben den Häusern, die eine Verbindung zu Personen mit dem Namen Höhne haben, gab es in Leukersdorf viele weitere interessante Hausnamen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_2&amp;extent=14.752222786986373,7.750852263733902,16.911986566501216,9.939862844429674&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 1</a>: Bekannt als „beim Richterbauer“, da die früheren Besitzer von 1570 bis 1848 fast ununterbrochen Ortsrichter waren. Der erste bekannte Besitzer des Hauses Nr. 1 war bis ins Jahr 1588 Benedig Püschel.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_2&amp;extent=13.222390109830016,10.792519586550657,17.384434893270075,12.977030659372442&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 9</a>: Genannt „beim Andersche“, obwohl niemals ein Besitzer diesen Namen führte. Der Name mag vom Taufnamen Andreas herrühren, der zwischen 1635 und 1703 zweimal als Besitzer auftrat. Der erste bekannte Besitzer des Hauses Leukersdorf Nr. 9 war bis ins Jahr 1576 Matz Hennicke.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.58285836583902,0.4594357790775927,23.660232873650013,2.5995063991232565&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 25</a>: Genannt „beim Böhm&#8217;n“ nach den Besitzern von 1612 bis 1701.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.472659054817182,1.023656251509818,23.550033562628176,3.1637268715554816&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 28</a>: Bekannt als „das Salomonhäusel“ nach dem damaligen Besitzer Salomon Gut von 1659 bis 1688. Später wurde es als „Brandhäusel“ bekannt, da eine Familie Brand lange Jahre in diesem Hause zur Miete war. Der erste bekannte Besitzer des Hauses Nr. 28 war bis ins Jahr 1604 Michel Gut.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.03908351346972,2.2292367140896125,24.116458021280714,4.369307334135276&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 30</a>: Eine Mühle, bekannt als „die obere Mühle“. Die Mühle wurde wahrscheinlich von der Herrschaft in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Den historischen Karten aus dem Jahr 1843 (Kaiserliche Pflichtabdrücke des Stallkatasters) ist zu entnehmen, dass nicht das Anwesen mit der Hausnummer 30, dafür aber das Anwesen mit der <a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.71448779498644,7.119882137242378,26.869236810608434,11.400023377333707&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hausnummer 63</a> als &#8218;Obere Mühle&#8216; bezeichnet ist. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass es nach dem Jahr 1843 eine Änderung bei der Verteilung der Hausnummern in Leukersdorf gab.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.27711402527725,3.5924021914307493,24.354488533088244,5.732472811476414&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 45</a>: Das Anwesen war als „beim Wuarnaschusta“ (auch als &#8222;Wagner-Schuster&#8220; bezeichnet) bekannt. Ein früherer Besitzer dieses Anwesens war ein Wagner und ein anderer ein Schuster. Im Jahre 1927 wurde es noch gelegentlich als „beim Schuster“ bezeichnet. Die ersten bekannten Besitzer des Hauses Nr. 45 waren bis ins Jahr 1618 Hans Schwarz und Hans Hausken.</li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.199974507561908,2.6149343026663296,28.354723523183903,6.895075542757658&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 47</a>: Das Haus Nr. 47 trug die Bezeichnungen &#8222;beim Schloßerfranze&#8220; und &#8222;beim Brückenwalter&#8220;. Die Namensgebung &#8222;beim Schloßerfranze&#8220; ergab sich aus den Besitzverhältnissen zweier Personen, dem Schloßmeister Ig. Senkbart und Franz Walter. Der Name &#8222;beim Brückenwalter&#8220; leitet sich vom Namen des Besitzers Franz Walter und von der Nähe des Gebäudes zur <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.29132244066227,0.05390231451693239,26.446071456284265,4.33404355460826&amp;link=ext" target="_blank">Brücke über den Bach</a>, die zur Kirche führte, ab. Den historischen Karten aus dem Jahr 1843 (Kaiserliche Pflichtabdrücke des Stallkatasters) ist zu entnehmen, dass nicht das Anwesen mit der Hausnummer 47, dafür aber das Anwesen mit der <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=18.666000098136795,0.6798344011214326,26.82074911375879,4.95997564121276&amp;link=ext" target="_blank">Hausnummer 32</a> in der Nähe der Brücke liegt. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass es nach dem Jahr 1843 eine Änderung bei der Verteilung der Hausnummern in Leukersdorf gab.</li>



<li><a href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=19.203772735923568,3.0865873538401485,27.358521751545563,7.366728593931477&amp;link=ext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus Nr. 50</a>: Das Haus wurde das &#8222;Pattenhäusel&#8220; genannt. Dieser Name stammt von einem früheren Besitzer, Joh. G. Parten, der am 12. März 1809 verstarb.</li>
</ul>



<p>In der historischen Aufzeichnung der &#8218;Alten Hausnamen in Leukersdorf&#8216;, die von Wenzel Plaschke im Jahr 1926 verfasst wurde, finden sich mehrere Häuser, die mit dem Namen oder Namensteil &#8222;Toffel&#8220; (<a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.29254192882028,0.6269387318309076,24.369916436631275,2.7670093518765713&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 24</a>: „beim Douffel“, <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.954839788061847,3.4304092042285417,25.03221429587284,5.570479824274206&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 46</a>: „beim Toffelguste“, <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.39723127429114,4.014465552644713,24.474605782102135,6.154536172690377&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 51</a>: „Toffelwawa“ (Weber) und <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_865-1_1&amp;extent=20.317887770355313,4.591909942399568,24.395262278166307,6.731980562445233&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 54</a>: „beim Toffelvinze“) verbunden sind. Wenzel Plaschke hatte in seiner Veröffentlichung im Jahr 1926 für diese Hausnamen zunächst keine konkrete Erklärung. In seiner im Jahr 1927 veröffentlichten Fortsetzung trägt er zu diesen Hausnamen nach, dass sich diese vom Vornamen &#8218;Christoph&#8216; der Hausbesitzer ableiten.  </p>



<p>Die Verwendung des Namens oder Namensteils &#8222;Toffel&#8220; in den Hausnamen von Leukersdorf könnte möglicherweise aber auch auf den Anbau von Kartoffeln in dem Ort zurückzuführen sein. Die These lässt sich aus der historischen Entwicklung und der&nbsp;<a href="https://fhoe.de/uncategorized/die-einfuehrung-der-kartoffel-in-leukersdorf/" data-type="post" data-id="100">Einführung der Kartoffel in Leukersdorf im Jahr 1770</a> ableiten. Die Verbindung zwischen dem Namen &#8222;Toffel&#8220; und der Kartoffel könnte in der lokalen Dialektform für Kartoffel liegen. Es wäre möglich, dass die Hausbesitzer, die mit dem Namen &#8222;Toffel&#8220; in Verbindung gebracht wurden, entweder besonders erfolgreich im Kartoffelanbau waren oder eine besondere Rolle bei der Einführung und Verbreitung der Kartoffel in der Region spielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>In diesem Artikel sind zahlreiche Häuser mit einer historischen Karte aus dem Jahr 1843 (Kaiserliche Pflichtabdrücke des Stallkatasters) verknüpft. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese Verknüpfungen nicht korrekt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass die Hausnummern in Leukersdorf nach 1843 neu vergeben wurden.</li>



<li>Das Geburtsdatum von Jakob Höhne (*&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=7f96ec550ce74daa8f158ddf6092a548" target="_blank">29. März 1670</a> (?); † <a rel="noreferrer noopener" href="http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7ae1&amp;scan=ef439fe436c040f28f824b9335c46d4a" target="_blank">6. Februar 1720</a> in Leukersdorf) ist zweifelhaft, da im Taufmatrikel kein Name und &#8222;Tochter&#8220; angegeben ist.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Wenzel Plaschke:&nbsp;<em>Alte Hausnamen in Leukersdorf.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 6. Jahrgang, 1926, 4. Heft. Selbstverlag, 1926, S. 182 ff.</li>



<li class="has-small-font-size">Wenzel Plaschke:&nbsp;<em>Alte Hausnamen in Leukersdorf.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 7. Jahrgang, 1927, 1. Heft. Selbstverlag, 1927, S. 25 ff.</li>



<li class="has-small-font-size">Wenzel Plaschke: <em>Brautausstattung aus dem Jahre 1691.</em> In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 3. Jahrgang, 1923, 3. Heft. Selbstverlag, 1923, S. 84 f.</li>



<li class="has-small-font-size">Wenzel Plaschke: <em>Zur Ortsgeschichte von Leukersdorf.</em> In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 4. Jahrgang, 1924, 1. Heft. Selbstverlag, 1924, S. 23 ff.</li>



<li class="has-small-font-size">im Text verlinktes Kartenmaterial des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="https://geoportal.cuzk.cz/" target="_blank">Geoportals ČÚZK</a></li>



<li class="has-small-font-size">Die im Text verlinkten Kirchenbücher sind Teil des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.soalitomerice.cz/" target="_blank">Státní oblastní archiv Litoměřice</a> (Staatliches Gebietsarchiv Litomerice).</li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Lorenz Höhne und die Fasanerie von Borngrund</title>
		<link>https://fhoe.de/berufe-taetigkeiten/bauer/lorenz-hoehne-und-die-fasanerie-von-borngrund/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jul 2023 08:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Borngrund]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Fasanerie]]></category>
		<category><![CDATA[Graf Althan]]></category>
		<category><![CDATA[Johnsdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Lorenz Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Mastung]]></category>
		<category><![CDATA[Mostniche]]></category>
		<category><![CDATA[Fasane]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Jahr 1675 spielte Lorenz Höhne, ein Bauer aus Johnsdorf (tschechisch Habrovice &#124; historische Karte) Haus Nr. 20 in Böhmen, eine Rolle bei der Entwicklung einer Fasanerie im nahe gelegenen, kleinen Dorf Borngrund (tschechisch Studánka &#124; historische Karte). Graf Althan hatte den Plan gefasst, eine Fasanerie in Borngrund zu errichten.  Eine Fasanerie ist ein Gehege, in dem Fasane gezüchtet werden. Im <a class="read-more" href="https://fhoe.de/berufe-taetigkeiten/bauer/lorenz-hoehne-und-die-fasanerie-von-borngrund/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Jahr 1675 spielte Lorenz Höhne, ein Bauer aus <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Habrovice" target="_blank">Johnsdorf</a> (tschechisch <em>Habrovice</em> | <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_1738-1_1&amp;extent=5.544916814547728,3.664413628504316,22.52008826401537,12.574084697387061&amp;link=ext" target="_blank">historische Karte</a>) <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_1738-1_1&amp;extent=10.582413639281642,9.38321125330468,14.826206501648551,11.610629020525366&amp;link=ext" target="_blank">Haus Nr. 20</a> in <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmen" target="_blank">Böhmen</a>, eine Rolle bei der Entwicklung einer <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fasanerie" target="_blank">Fasanerie</a> im nahe gelegenen, kleinen Dorf <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stud%C3%A1nka_(%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem)" target="_blank">Borngrund</a> (tschechisch <em>Studánka</em> | <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_7405-1_3&amp;extent=-3.4736337461327746,0.916596393211857,13.348819899124619,9.746111252425333&amp;link=ext" target="_blank">historische Karte</a>). Graf Althan hatte den Plan gefasst, eine Fasanerie in Borngrund zu errichten. </p>



<p>Eine Fasanerie ist ein Gehege, in dem Fasane gezüchtet werden. Im 17. Jahrhundert wurden Fasane in Böhmen vor allem als Nahrung für Adlige und wohlhabende Bürger gezüchtet. Auch die Federn der Fasane wurden insbesondere zur Dekoration genutzt. Die Fasanerie war oft Teil eines größeren Jagdgebiets und wurde von einem Jäger beaufsichtigt. Die Fasane wurden in Gehegen gehalten, die zumeist mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt waren und auch Wasserflächen boten. Eine Fasanerie war darüber hinaus ein beliebter Ort für die Jagd, aber auch für die Erholung und Entspannung.</p>



<p>Um diesem Vorhaben genügend Raum zu geben, war es notwendig, dass Lorenz Höhne einen Teil seines Ackerlandes in Borngrund an die Herrschaft abtrat. Als Kompensation für diesen Verlust erhielt Lorenz Höhne ein doppelt so großes Stück Land in der Region &#8222;Mastung&#8220; („Mostniche&#8220;) nahe Johnsdorf.</p>



<p>Um die neu errichtete Fasanerie zu betreuen, wurde Matthes Schütze aus <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem#Stadtbezirke,_Ortsteile,_Siedlungseinheiten" target="_blank">Troschig</a> (tschechisch <em>Strážky</em> | <a rel="noreferrer noopener" href="https://ags.cuzk.cz/archiv/openmap.html?typ=cioc&amp;idrastru=B2_a_6C_7405-1_3&amp;extent=-0.11823623526792915,5.054010668126516,16.704217409989464,13.883525527339991&amp;link=ext" target="_blank">historische Karte</a>) angestellt. Für ihn wurde ein Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zur Fasanerie errichtet.</p>



<p>Trotz aller Anstrengungen, eine erfolgreiche Fasanenzucht in Borngrund zu etablieren, erfüllte das Projekt nicht die Erwartungen. Im Jahr 1679 wurden die Fasane abgeschafft und die Fasanerie aufgegeben. Die genauen Gründe für das Scheitern der Fasanenzucht sind nicht dokumentiert, jedoch wird vermutet, dass der Lärm des nahegelegenen Ziegelofens die empfindlichen Vögel gestört haben könnte. Am 1. April 1679 verkaufte die Herrschaft den Fasangarten, das dazugehörige Wohngebäude und ein Stück Ackerland an ihren Hofbinder Christoph Berger.</p>



<p>Trotz der anfänglichen Rückschläge wurde im Jahr 1690 der Entschluss gefasst, die Fasanerie erneut zu errichten. Dafür wurde der Fasangarten der Witwe des Hofbinders entzogen, die jedoch als Ausgleich ein anderes, dreifach so großes Stück herrschaftliches Land erhielt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Emil Richter:&nbsp;<em>Zur Geschichte des Dörfchens Borngrund.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): 5. Jahrgang, 1925, 1. Heft. Selbstverlag, 1925, S. 29 ff.</li>



<li class="has-small-font-size">Seite „Studánka (Ústí nad Labem)“. In: Wikipedia&nbsp;– Die freie Enzyklopädie. URL:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stud%C3%A1nka_%28%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem%29" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Stud%C3%A1nka_(%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem)</a></li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: File:Common Pheasant Phasianus Colchicus.jpg. (2020, Oktober 13).&nbsp;<em>Wikimedia Commons</em>. <a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de" target="_blank">CC-BY-3.0</a>: David Croad. Retrieved 08:36, Oktober 4, 2023 from&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Common_Pheasant_Phasianus_Colchicus.jpg&amp;oldid=488599843" target="_blank">https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Common_Pheasant_Phasianus_Colchicus.jpg&amp;oldid=488599843</a>.</li>



<li class="has-small-font-size">im Text verlinktes Kartenmaterial des tschechischen <a rel="noreferrer noopener" href="https://geoportal.cuzk.cz/" target="_blank">Geoportals ČÚZK</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Glockenweihe und Enthüllung einer Gedenktafel in Schönpriesen</title>
		<link>https://fhoe.de/personen/franz-hoehne/glockenweihe-und-enthuellung-einer-gedenktafel-in-schoenpriesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Höhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2023 08:12:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feierlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Obmann]]></category>
		<category><![CDATA[Schönpriesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktafel]]></category>
		<category><![CDATA[Glocke]]></category>
		<category><![CDATA[Höhne]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenglocke]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Perner]]></category>
		<category><![CDATA[Zeremonie]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Jahr 1924, am 6. Juli, wurde im böhmischen Ort Schönpriesen (tschechisch Krásné Březno) nahe der Stadt Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) eine neue Glocke in der örtlichen Kirche geweiht, in Dienst gestellt und eine Gedenktafel für die Kriegsopfer enthüllt. Bei dieser Zeremonie spielte auch ein Höhne eine entscheidende Rolle. Die neue Glocke war eine Ersatz für die große <a class="read-more" href="https://fhoe.de/personen/franz-hoehne/glockenweihe-und-enthuellung-einer-gedenktafel-in-schoenpriesen/">READ MORE</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Jahr 1924, am 6. Juli, wurde im böhmischen Ort <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem#Stadtgliederung" target="_blank">Schönpriesen</a> (tschechisch <em>Krásné Březno</em>) nahe der Stadt <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem" target="_blank">Aussig</a> (tschechisch <em>Ústí nad Labem</em>) eine neue Glocke in der örtlichen Kirche geweiht, in Dienst gestellt und eine Gedenktafel für die Kriegsopfer enthüllt. Bei dieser Zeremonie spielte auch ein Höhne eine entscheidende Rolle.</p>



<p>Die neue Glocke war eine Ersatz für die große Glocke, die am 13. September 1916 beschlagnahmt worden war. Dank der Sammlungen innerhalb der Pfarrgemeinde konnte eine neue Glocke angeschafft werden. Sie wurde vom Glockengießer Rudolf Perner in Budweis hergestellt, wiegt 715 kg und hat an der Unterseite einen Durchmesser von 106 cm. Die Glocke ist mit dem Bild des Heiligen Florian und dem Spruch &#8222;Sei unser Retter in der Not!&#8220; verziert. Eine weitere Inschrift lautet: &#8222;Gewidmet den im&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltkriege 1914-1918</a>&nbsp;gefallenen und gestorbenen Helden der Pfarrgemeinde Schönpriesen.&#8220;</p>



<p>Die Beschlagnahmung von Kirchenglocken in Böhmen und anderen Teilen Europas während des Ersten Weltkriegs war eine weit verbreitete Praxis. Der Hauptgrund dafür war der hohe Bedarf an Metall, insbesondere an Kupfer und Zinn, für die Kriegsproduktion. Im Verlauf des Krieges wurden die Ressourcen knapp und die kriegführenden Länder suchten nach Möglichkeiten, die benötigten Materialien zu beschaffen. Kirchenglocken, die oft aus einer Legierung von Kupfer und Zinn (Bronze) bestehen, wurden als wertvolle Quelle für diese Metalle gesehen. Daher wurden sie häufig beschlagnahmt und eingeschmolzen, um Material für die Herstellung von Waffen und Munition zu liefern. Diese Praxis war sehr umstritten und führte oft zu Spannungen zwischen der Kirche und dem Staat. Für viele Menschen waren die Glocken nicht nur funktionale Objekte, sondern auch wichtige religiöse und kulturelle Symbole. Ihre Beschlagnahmung wurde daher oft als tiefgreifender Verlust empfunden. Die Beschlagnahmung der großen Glocke in Schönpriesen am 13. September 1916 fällt in diese historische Periode. Die spätere Wiederherstellung und Weihe einer neuen Glocke im Jahr 1924 kann als symbolischer Akt der Erneuerung und des Gedenkens an die Kriegsopfer gesehen werden.</p>



<p>Die Weihe der Glocke war ein großer Anlass für die katholischen Bewohner von Schönpriesen, die in großer Zahl an dem prächtigen Festzug zur Kirche teilnahmen. Die Weiherede hielt der Katechet Herr D. Heine, und die Glockenweihe wurde vom Kanonikus Herr P. Reike aus Leitmeritz durchgeführt. Nach der Weihe wurde die Glocke sofort aufgezogen und geläutet.</p>



<p>Am selben Tag wurde durch den Obmann des Festausschusses, Herr Höhne eine Gedenktafel für die Kriegsopfer enthüllt. Die Tafel, die an der Nordseite der Kirche, rechts vom Eingang, angebracht war, enthielt die Namen von 91 aus der Schönpriesner Pfarre stammenden und im Weltkrieg gestorbenen Soldaten.&nbsp;</p>



<p>Gedenktafeln für Kriegsopfer dienen als physische Manifestationen der Erinnerung und des Respekts für diejenigen, die ihr Leben im Krieg verloren haben. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als viele Gemeinden den Verlust von Bürgern betrauerten, boten diese Gedenktafeln einen Ort, an dem die Gemeinschaft zusammenkommen, sich der Verstorbenen erinnern und trauern konnte. Sie waren oft mit den Namen der Gefallenen graviert, was ihnen eine persönliche und emotionale Bedeutung verlieh. Diese Tafeln dienten und dienen nicht nur als Erinnerung an die individuellen Opfer, sondern auch als Mahnmal für die Schrecken des Krieges.</p>



<p>Beim Obmann des Festausschusses, Herrn Höhne handelt es sich möglicherweise um Franz Höhne, der bereits am 5. August 1923 als Obmann des Denkmalausschusses im böhmischen Ort <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C3%A9_Chvojno#Gemeindegliederung" target="_blank">Arnsdorf</a> (tschechisch <em>Arnultovice</em>) bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Velk%C3%A9_Chvojno" target="_blank">Böhmisch-Kahn</a> (tschechisch <em>Velké Chvojno</em>) ein <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegerdenkmal" target="_blank">Kriegerdenkmal </a>enthüllt hatte. Hierzu kann im Beitrag &#8218;<a href="https://fhoe.de/uncategorized/franz-hoehne-und-das-kriegerdenkmal-von-arnsdorf/" data-type="post" data-id="109">Franz Höhne und das Kriegerdenkmal von Arnsdorf</a>&#8218; mehr erfahren werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size"><em>Neue Glocken. Glockenweihe in Schönpriesen.</em>&nbsp;In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.):&nbsp;<em>Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes.</em>&nbsp;4. Jahrgang, 1924, 3. Heft. Selbstverlag, 1924, S. 151.</li>



<li class="has-small-font-size">Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild</li>
</ul>
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