Eine Brautausstattung für Anna Höhne im 17. Jahrhundert

Im Jahr 1691 übernahm Jakob Höhne (* 29. März 1670 (?); † 6. Februar 1720 in Leukersdorf) im Alter von zirka 21 Jahren das Bauerngut mit der Hausnummer 35 im böhmischen Ort Leukersdorf (tschechisch Čermná) seines gleichnamigen, im Jahr zuvor verstorbenen Vaters, den Bauern Jakob Höhne (* etwa 1627 in München; † etwa 22. Juli 1690 in Leukersdorf). In einem Kaufvertrag, der im Jahr 1923 auszugsweise durch Wenzel Plaschke – einem Bewohner von Leukersdorf – veröffentlicht wurde, verpflichtete sich der jüngere Jakob Höhne zugleich seiner älteren, zu diesem Zeitpunkt noch unverheirateten Schwester Anna Höhne (* etwa 1665; † etwa 24. März 1699 in Leukersdorf) bestimmte Güter und Geldbeträge für eine etwaige Hochzeit bereitzustellen.

Die Vereinbarung sah unter anderem vor, dass Anna zwei Schock erhält, die von der Kaufsumme für das Bauerngut abgezogen werden sollten. Das Schock war in Böhmen eine Rechnungsmünze. Für die Hochzeitsfeierlichkeiten wurde vereinbart, dass für zwei Tische Mahlzeiten bereitgestellt oder stattdessen vier Schock in Geld an Anna gezahlt werden.

In Bezug auf die Kleidung für Anna war bspw. vorgesehen, dass acht Ellen schwarzes Tuch für einen Rock und einen Mantel bereitgestellt werden sollten, wobei der Preis pro Elle bei 45 Kreuzern liegen sollte. Der Rock sollte mit acht Ellen Samtschnur zum Preis von 33 Kreuzer gefertigt werden. Hinzu kamen schwarzes Tschmoschel-Fell (wahrscheinlich eine Fellart vom Schaf), Schuhe, Strümpfe, Grobgrün (wahrscheinlich ein starkfädiger Wollstoff von geringer Qualität) für ein Wams (eine Oberbekleidung, die eine Art vorläufer der Weste ist) und ein Vortuch (wahrscheinlich ein Kleidungsstück, das zum Schutz der Kleidung dient) und diverse Accessoires wie Hornknöpfe und Damast.

Zusätzlich waren diverse Haushaltsgegenstände Teil der Ausstattung, darunter bspw. eine Lade (Truhe) mit Schlössern, ein Butterfass, zwei kleine Fässer, ein Milchfass, zwei Wasserkannen, ein Dutzend Teller und Löffel sowie Hauben.

Des Weiteren wurde Vieh als Teil der Ausstattung in die Vereinbarung aufgenommen. Anna sollte im ersten Jahr nach ihrer Hochzeit eine Kuh erhalten, im zweiten Jahr ein Kalb und im vierten Jahr eine weitere Kuh.

Falls Anna vor ihrer Heirat versterben sollte, würde das gesamte genannte Gut beim Käufer verbleiben. Sollte sie jedoch erkranken, war der Käufer verpflichtet, für ihre Beherbergung zu sorgen.

Laut Angabe von Wenzel Plaschke verstarb Anna Höhne 1701 ledig und in jungen Jahren. Tatsächlich verstarb Anna aber bereits zwei Jahre zuvor im März 1699 im Alter von 34 Jahren.

Diese Brautausstattung spiegelt die kulturellen und wirtschaftlichen Normen des 17. Jahrhunderts wider und gibt einen Einblick in die Bedeutung von Verehelichungen und die damit verbundenen Verpflichtungen in dieser Epoche.

Hinweis

  • Das Geburtsdatum von Jakob Höhne (* 29. März 1670 (?); † 6. Februar 1720 in Leukersdorf) ist zweifelhaft, da im Taufmatrikel kein Name und „Tochter“ angegeben ist.

Quellen

  • Wenzel Plaschke: Brautausstattung aus dem Jahre 1691. In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 3. Jahrgang, 1923, 3. Heft. Selbstverlag, 1923, S. 84 f.
  • im Text verlinktes Kartenmaterial des tschechischen Geoportals ČÚZK
  • Die im Text verlinkten Kirchenbücher sind Teil des tschechischen Státní oblastní archiv Litoměřice (Staatliches Gebietsarchiv Litomerice).
  • Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild

Glockenweihe und Enthüllung einer Gedenktafel in Schönpriesen

Im Jahr 1924, am 6. Juli, wurde im böhmischen Ort Schönpriesen (tschechisch Krásné Březno) nahe der Stadt Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) eine neue Glocke in der örtlichen Kirche geweiht, in Dienst gestellt und eine Gedenktafel für die Kriegsopfer enthüllt. Bei dieser Zeremonie spielte auch ein Höhne eine entscheidende Rolle.

Die neue Glocke war eine Ersatz für die große Glocke, die am 13. September 1916 beschlagnahmt worden war. Dank der Sammlungen innerhalb der Pfarrgemeinde konnte eine neue Glocke angeschafft werden. Sie wurde vom Glockengießer Rudolf Perner in Budweis hergestellt, wiegt 715 kg und hat an der Unterseite einen Durchmesser von 106 cm. Die Glocke ist mit dem Bild des Heiligen Florian und dem Spruch „Sei unser Retter in der Not!“ verziert. Eine weitere Inschrift lautet: „Gewidmet den im Weltkriege 1914-1918 gefallenen und gestorbenen Helden der Pfarrgemeinde Schönpriesen.“

Die Beschlagnahmung von Kirchenglocken in Böhmen und anderen Teilen Europas während des Ersten Weltkriegs war eine weit verbreitete Praxis. Der Hauptgrund dafür war der hohe Bedarf an Metall, insbesondere an Kupfer und Zinn, für die Kriegsproduktion. Im Verlauf des Krieges wurden die Ressourcen knapp und die kriegführenden Länder suchten nach Möglichkeiten, die benötigten Materialien zu beschaffen. Kirchenglocken, die oft aus einer Legierung von Kupfer und Zinn (Bronze) bestehen, wurden als wertvolle Quelle für diese Metalle gesehen. Daher wurden sie häufig beschlagnahmt und eingeschmolzen, um Material für die Herstellung von Waffen und Munition zu liefern. Diese Praxis war sehr umstritten und führte oft zu Spannungen zwischen der Kirche und dem Staat. Für viele Menschen waren die Glocken nicht nur funktionale Objekte, sondern auch wichtige religiöse und kulturelle Symbole. Ihre Beschlagnahmung wurde daher oft als tiefgreifender Verlust empfunden. Die Beschlagnahmung der großen Glocke in Schönpriesen am 13. September 1916 fällt in diese historische Periode. Die spätere Wiederherstellung und Weihe einer neuen Glocke im Jahr 1924 kann als symbolischer Akt der Erneuerung und des Gedenkens an die Kriegsopfer gesehen werden.

Die Weihe der Glocke war ein großer Anlass für die katholischen Bewohner von Schönpriesen, die in großer Zahl an dem prächtigen Festzug zur Kirche teilnahmen. Die Weiherede hielt der Katechet Herr D. Heine, und die Glockenweihe wurde vom Kanonikus Herr P. Reike aus Leitmeritz durchgeführt. Nach der Weihe wurde die Glocke sofort aufgezogen und geläutet.

Am selben Tag wurde durch den Obmann des Festausschusses, Herr Höhne eine Gedenktafel für die Kriegsopfer enthüllt. Die Tafel, die an der Nordseite der Kirche, rechts vom Eingang, angebracht war, enthielt die Namen von 91 aus der Schönpriesner Pfarre stammenden und im Weltkrieg gestorbenen Soldaten. 

Gedenktafeln für Kriegsopfer dienen als physische Manifestationen der Erinnerung und des Respekts für diejenigen, die ihr Leben im Krieg verloren haben. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als viele Gemeinden den Verlust von Bürgern betrauerten, boten diese Gedenktafeln einen Ort, an dem die Gemeinschaft zusammenkommen, sich der Verstorbenen erinnern und trauern konnte. Sie waren oft mit den Namen der Gefallenen graviert, was ihnen eine persönliche und emotionale Bedeutung verlieh. Diese Tafeln dienten und dienen nicht nur als Erinnerung an die individuellen Opfer, sondern auch als Mahnmal für die Schrecken des Krieges.

Beim Obmann des Festausschusses, Herrn Höhne handelt es sich möglicherweise um Franz Höhne, der bereits am 5. August 1923 als Obmann des Denkmalausschusses im böhmischen Ort Arnsdorf (tschechisch Arnultovice) bei Böhmisch-Kahn (tschechisch Velké Chvojno) ein Kriegerdenkmal enthüllt hatte. Hierzu kann im Beitrag ‚Franz Höhne und das Kriegerdenkmal von Arnsdorf‚ mehr erfahren werden.

Quellen

  • Neue Glocken. Glockenweihe in Schönpriesen. In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 4. Jahrgang, 1924, 3. Heft. Selbstverlag, 1924, S. 151.
  • Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild

Franz Höhne und das Kriegerdenkmal von Arnsdorf

Im Jahr 1923, genauer gesagt am 5. August, wurde im böhmischen Ort Arnsdorf (tschechisch Arnultovice) bei Böhmisch-Kahn (tschechisch Velké Chvojno) ein Kriegerdenkmal enthüllt. Einer der Hauptakteure bei der Realisierung dieses Denkmals war Franz Höhne.

Kriegerdenkmäler dienten der lokalen Bevölkerung als wichtige Orte des Gedenkens und der Trauer, insbesondere in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, der von 1914 bis 1918 andauerte und in dem viele Menschen ihr Leben verloren hatten.

Die Errichtung von Kriegerdenkmälern in dieser Zeit war ein Ausdruck des kollektiven Bedürfnisses, die Opfer des Krieges zu ehren und die Erinnerung an sie lebendig zu halten. Sie dienten als ständige Erinnerung an diejenigen, die ihr Leben für ihr Land geopfert hatten, und boten den Hinterbliebenen einen Ort, an dem sie trauern und ihrer Verstorbenen gedenken konnten.

Die Denkmäler waren oft kunstvoll gestaltet und in der Regel mit symbolischen Elementen wie Kreuzen oder Inschriften versehen, die den Einsatz der Gefallenen würdigten. 

Das Kriegerdenkmal  in Arnsdorf, das in echtem Muschelkalkstein ausgeführt war, war ein Werk des Bildhauers Ullrich aus Aussig. Es zeichnete sich durch seine ruhige Farbe und einfache architektonische Gliederung aus, die in harmonischer Verbindung mit der vergoldeten dekorativen Inschrift und dem das Denkmal bekrönenden eisernen Kreuz in vergoldetem Schmiedeeisen stand.

Die Enthüllung des Denkmals war ein feierliches Ereignis, das sowohl von der Gemeinde als auch von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wurde. Nach einem Gedenkgottesdienst am Vormittag wurden am Nachmittag die Vereine und auswärtigen Teilnehmer empfangen. Die Festrede hielt der Abgeordnete Franz Krepek aus Leitmeritz, der für den verhinderten Universitätsprofessor Dr. Spina einsprang.

Franz Höhne, der Obmann des Denkmalausschusses, spielte eine entscheidende Rolle bei der Enthüllung des Denkmals. Er übergab das Denkmal in die Obhut der Gemeinde, in deren Namen der Vorsteher Emil Köcher sprach. 

Ein Obmann war in der Regel eine angesehene Persönlichkeit, die das Vertrauen der Gemeindemitglieder genoss. Die Aufgabe eines Obmanns eines Denkmalausschusses war es, den Ausschuss zu leiten, der für die Planung, Finanzierung und Umsetzung von Denkmälern zuständig war.

Quellen

  • Denkmalpflege. Kriegerdenkmal-Enthüllung in Arnsdorf. In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 3. Jahrgang, 1923, 3. Heft. Selbstverlag, 1923, S. 136.
  • Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild

Die mysteriöse Brandserie von Leukersdorf

In den frühen 1920er Jahren wurde das Dorf Leukersdorf in Böhmen von einer Reihe mysteriöser Brände heimgesucht. Diese Ereignisse, die das Leben der Dorfbewohner stark beeinträchtigten, hatten auch Auswirkungen auf eine dort seit vielen Jahrzehnten ansässige Familie Höhne.

Die Brandserie begann möglicherweise schon im Dezember 1919, als das Dörrhaus der Wirtschaft Nr. 9, im Besitz von Daniel König, in Flammen aufging. Im folgenden Jahr, 1920, ereigneten sich weitere Brände in kurzen Abständen. Im Juli wurden die Gebäude der Gärtnerwirtschaft Nr. 25, im Besitz von Frid. W. Thiele, und das Wohnhaus Nr. 9 von Flammen zerstört. Im August brannte die Scheune und das Wohnhaus der Wirtschaft Nr. 35, die seit Generationen im Besitz der Familie Höhne war.

Aufgrund des Verdachts auf Brandstiftung wurden Maßnahmen ergriffen, um die Dorfbewohner und ihre Eigentümer zu schützen. Jeden Abend wurden Wachen aufgestellt, die Gendarmerie überwachte den Ort verstärkt, und einige Haus- und Wirtschaftsbesitzer ersetzten ihre Strohdächer durch feuerfeste Materialien. Viele Bewohner verlagerten ihre wertvollen Besitztümer, wie Möbel, in Keller oder feuerfeste Gebäude.

Die Brandserie endete wahrscheinlich im Februar 1921, als die Scheune der Wirtschaft Nr. 30, im Besitz von Eduard Walter, niederbrannte. Es ist nicht bekannt, ob jemals ein Brandstifter ermittelt werden konnte. 

Ein Brand in einem Dorf wie Leukersdorf im frühen 20. Jahrhundert war ein Ereignis von großer Tragweite. Die Auswirkungen waren sowohl unmittelbar als auch langfristig spürbar und betrafen alle Aspekte des Lebens in der Gemeinschaft. 

Zunächst einmal waren die unmittelbaren Auswirkungen eines Brandes verheerend. Häuser und Scheunen, die oft aus Holz und mit Strohdächern gebaut waren, konnten innerhalb von Minuten in Flammen aufgehen. Die Bewohner hatten oft nur wenig Zeit, um ihre Habseligkeiten zu retten, und viele verloren alles, was sie besaßen. Darüber hinaus waren die landwirtschaftlichen Betriebe, die für die Lebensgrundlage der Dorfbewohner sorgten, oft schwer betroffen. Die Zerstörung von Scheunen und Lagerräumen konnte zu einem Verlust von Ernten, Vieh und landwirtschaftlichen Geräten führen.

Die langfristigen Auswirkungen eines Brandes waren ebenfalls erheblich. Der Wiederaufbau von Häusern und Betrieben konnte Monate oder sogar Jahre dauern und erforderte erhebliche finanzielle Mittel. In vielen Fällen mussten die Bewohner ihre Lebensweise ändern, um sich von dem Verlust zu erholen. Dies konnte bedeuten, dass sie gezwungen waren, ihre landwirtschaftlichen Betriebe aufzugeben oder neue Fähigkeiten zu erlernen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die psychologischen Auswirkungen eines Brandes sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Die Angst vor weiteren Bränden konnte zu einer Atmosphäre der Unsicherheit und des Misstrauens in der Gemeinschaft führen. So war es auch in Leukersdorf, wo relativ schnell nach Beginn der Brände Brandstiftung als Ursache der Brände gesehen wurde.

Diese dunkle Periode in der Geschichte von Leukersdorf und der Familie Höhne ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unerwartete Ereignisse das Leben einer Gemeinschaft und einer Familie beeinflussen können. 

Quellen

  • Wenzel Plaschke: Verzeichnis der Brände in Leukersdorf. In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 3. Jahrgang, 1923, 4. Heft. Selbstverlag, 1923, S. 178 f.
  • Seite „Čermná (Libouchec)“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cermn%C3%A1_(Libouchec)
  • Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild

Johann Georg Höhne und die französischen Truppen in Leukersdorf

In der Geschichte der Familie Höhne gibt es viele bemerkenswerte Persönlichkeiten und Ereignisse. Eines davon ist die Geschichte von Johann Georg Höhne, einem mutigen Mann, der in einer Zeit der Unsicherheit und des Krieges standhaft blieb.

Am 30. August 1813, inmitten der Wirren der Napoleonischen Kriege, kamen französische Truppen unerwartet in das böhmische Dorf Leukersdorf. Sie waren auf der Flucht von der Schlacht bei Kulm und lagerten auf den Feldern der Wirtschaften von Leukersdorf Nr. 23 und 24. Die Ankunft der Truppen brachte Chaos und Angst mit sich, und viele Dorfbewohner flohen vor den herannahenden Soldaten.

Johann Georg Höhne, geboren am 13. August 1767 in Leukersdorf und gestorben am 14. Januar 1850 ebenda, war eine Ausnahme. Er hatte 12½ Jahre bei den „Kaiserlichen“ (österreichischen Truppen) gedient und konnte sich in mehreren Sprachen verständigen, darunter Französisch. Dies ermöglichte ihm, mit den französischen Soldaten zu kommunizieren und im Dorf zu bleiben, während die meisten anderen Bewohner flohen.

Die französischen Truppen nahmen viele Güter aus dem Dorf mit bzw. plünderten sie. Die verfolgenden österreichischen Truppen setzten den fliehenden Franzosen bis nach Deutsch-Kahn nach, sahen aber aufgrund ihrer eigenen geschwächten Verfassung von einer weiteren Verfolgung ab. Am nächsten Morgen zogen die französischen Truppen ungehindert weiter über Schneeberg nach Sachsen.

Die Geschichte von Johann Georg Höhne zeigt den Mut und die Standhaftigkeit eines Mannes inmitten der Wirren des Krieges und ist ein Beispiel für die vielfältigen persönlichen Geschichten, die die Geschichte einer Familie ausmachen. 

Quellen

  • Abschriften aus dem Gedenkbuch und der Gemeinderechnung mit Ergänzungen von Wenzel Plaschke: Die Franzosen in Leukersdorf 1813. In: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung in Aussig, geleitet von Prof. Dr. Franz Josef Umlauft (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde des Aussig-Karbitzer Bezirkes. 8. Jahrgang, 1928, 4. Heft. Selbstverlag, 1928, S. 183 f.
  • Beitragsbild: fiktives, mit DALL·E 3 erstelltes Bild